Awanacancha im Heiligen Tal

Longs poils

 Awanacancha, Ausflug ins Heilige Tal

Wir fahren fort mit unserer Artikelreihe über Cusco und das Heilige Tal während unserer jüngsten Reise durch Süd-Peru. Ich erinnere Sie daran, dass die Distanzen in Peru immens sind – mit dem Bus von Chachapoyas im Norden von Peru bis nach Cusco sind es 2 ganze Reisetage !

Der Blog-Teil von Phima Voyages ist eine wahre Goldmine an Informationen und Orten, die es im Norden von Peru zu besichtigen gibt. Um keinen Artikel zu verpassen und um unseren gratis Reise-Führer über die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden von Peru zu bekommen, bitte einfach hier klicken. 

Heute handelt es sich um die Fahrt zwischen Cusco und Pisac, die sich wirklich lohnt. Planen Sie mindesten einen halben Tag, um diese zu machen!

Süd-Peru, Aussicht ins Heilige Tal

Wir starten am Hotel und fahren erst einmal an der archäologischen Stätte von Sacsayhuaman vorbei (wie unserer Reiseführer Richard vom Free Cusco by Feet Tours erklärt, es ist nicht Sexy Woman). Tatsächlich wirkt die Stätte riesig und man versteht nun besser, warum die Masse an Zuschauern beim Inti Raymi mehrere Stunden brauchte, um sich aufzulösen.

Haus-Tradition im Heiligen Tal

Wir befinden uns nun auf 3 500 m Höhe, aber da wir nicht laufen müssen, geht es ganz gut. Zuerst machen wir einen kurzen Stopp im Dorf Huallarcocha und unser Reiseführer Edward erklärt uns die Symbole, die man auf fast jedem Hausdach finden kann. Sobald man dieses weiß, sieht man diese ständig!

Die Symbole bestehen aus einem Kreuz (für die katholische Religion), rechts und links zwei Stiere, die das Paar der Hausbesitzer symbolisieren, in der Mitte zwei große Töpfe aus Keramik, die das strömende Wasser und die Nahrungsmittel im Hause symbolisieren und über allem ein Hahn. – Dieser soll die Hausbesitzer daran erinnern, dass man früh aufstehen muss und nicht faul sein soll.

Generell werden alle Häuser von einem Priester einige Wochen nach Bauende geheiligt.

Glücksbringer, Haustradition, Heilige Tal

Zufluchtsort für gefährdete Tiere

Ein weiterer unvergesslicher Stopp ist der in Puca Pucara, dem Zufluchtsort für gefährdete Tiere, im Heiligen Tal. Man findet hier Kondore, Pumas, kleine andische katzenartige Tiere, aber auch Vicunas und Alpakas und sogar Schildkröten. Der Eintritt beträgt 10 Soles für Erwachsene und man bekommt eine geführte Tour.

Lamas Perou

Wir erfahren hier unter anderem, dass Kondore bis zu 60 – 70 Jahre alt werden können und dass sie erst ab dem 10. Lebensjahr die bekannte zwei-farbige Federung bekommen (schwarz und weiß). Davor sind die Jungen schwarz/braun.

Man erkennt das Männchen gegenüber dem Weibchen durch den Kamm auf dem Kopf. Kondore sind Aasfresser, wie ihre Cousins die Aasgeier. Demnach jagen sie nicht, sondern ernähren sich von toten Haustieren oder kleinen toten Wildtieren. Ein erwachsener Kondor frisst zwischen 3 bis 4 kg Fleisch pro Tag!

Condor

Nächste Etappe ist das Zentrum AsFrainpp, eine Vereinigung der Artesania in Ccprao im Heiligen Tal. – Eine Touristenfalle, die wir sehr schnell wieder verlassen.

Museum von Awanacancha, Heilige Tal

Wir fahren einige Kilometer weiter und erreichen das Museum Awanacancha, immer noch im Heilige Tal und werden dort von Harold empfangen.

Das Wort Awanacancha ist Quechua und bedeutet: “Der Ort, an dem man webt“. Der Ort ist sehr sympathisch. Er erklärt den Ursprung der Kameliden und deren Verwandtschaft mit Kamelen/Dromedaren in Asien/Afrika. Durch die Anpassung an ihren Lebensraum, haben die Lamas ihren Buckel verloren. Es gibt tatsächlich genügend Wasser in Südamerika. Die Lamas stammen von den Vicunas und die Alpakas von den Guacanos. Jedes Exemplar hat zwei Sorten, eine mit längerem Fell und eine mit kürzerem.

Wir erfahren ebenfalls, dass wenn man von der Wolle der Alpaka-Babys spricht, handelt es sich nicht wirklich um Babys, sondern um Jungtiere bis 2 Jahre. Die Wolle des Alpaka-Babys entspricht seiner ersten Schur.

Die teuerste Wolle der Welt ist also nicht die der Alpakas, sondern letztendlich die der Vicunas, da sie nur 200 – 300 gr Wolle pro Schur liefern (zusätzlich leben die Vicunas in Freiheit normalerweise auf 4000 – 5000 m Höhe und sind nicht domestiziert).

Geführte Tour

Nach dem Besuch des Museums entdecken wir den äußeren Bereich und begegnen den Protagonisten des Museums. Sie sind in allen Farben, selbst die 2-Wochen alte Babys. Darunter auch ein schwarzes Baby. Harold erklärt uns, dass die schwarzen Alpaka-Babys sehr beliebt waren für die Opfer der Pachmama. Ups. Warum die schwarzen? Da Schwarz die Sonne anzieht und die Inka den Sonnengott verherrlichten.

Longs poils

Wir füttern die Tiere und gehen weiter zum Bereich “Wolle”. Es gibt mehr als 30 verschiedene natürliche Farben für die Wolle (zwischen Beige und Schwarz). Und es gibt zehn verschiedene natürliche Materialien, wie Indigo, Nogal-Blätter oder die Cochenille und daraus werden tausend andere Farben produziert. Tatsächlich ergibt jedes natürliche Material vermischt mit einem Mineral oder einem Stein eine andere Farbe.

Couleurs naturelles Vallée Sacrée

Wir begegnen Frauen in traditioneller Kleidung (Ihr DNI, wie uns Harold erklärt). Zu einem Zeitpunkt erkannten sich die Bewohner der verschiedenen Dörfer durch ihre Kleidung aus unterschiedlichen Farben und Stoffen.

Selbstverständlich erwartet uns am Ende unseres Besuchs die Boutique. Sie ist wunderschön! Und teuer! Aber die Produkte sind erster Qualität! Das Museum selbst ist kostenlos, es funktioniert mit Spenden.

Weitere Artikel :


«

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Copyrighted Image