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CO2-Bilanz: Transparenz, Erkenntnisse und Maßnahmen für 2026

Warum wir den CO2-Bilanz unserer Reisen messen: Transparenz, Erkenntnisse und Maßnahmen für 2026

Wir bei Phima Voyages haben uns schon immer für eine Vision des Tourismus eingesetzt, die Sinn ergibt: ein Tourismus der Begegnung und des Austauschs, der die lokalen Gemeinden sowie die Natur, die uns aufnimmt, respektiert. Doch um die Destinationen, die uns begeistern, dauerhaft zu schützen, reicht guter Wille allein nicht mehr aus. Wir brauchen Zahlen, Gewissenhaftigkeit und Übernahme von Verantwortung.

Deshalb war es mir ein Anliegen, Phima Voyages in einen strukturierten und anspruchsvollen Prozess zu führen: die vollständige Erstellung der CO2-Bilanz für die Reisen unserer Kunden im Jahr 2025.

Um diese komplexe Arbeit erfolgreich zu meistern, habe ich mich an die Expertise von Marius BERNARD-HERVÉ gewendet. Marius ist Travelife Coach und Berater für nachhaltigen Tourismus. Gemeinsam haben wir jede einzelne Reiseakte genau unter die Lupe genommen, um die realen Auswirkungen unserer Aufenthalte zu verstehen.

Heute möchte ich die Ergebnisse dieser Auswertung mit Ihnen teilen. Sie werden sehen, was dies für Ihre Art zu reisen bedeutet und welche konkreten Maßnahmen wir ab sofort für 2026 umsetzen.

Unsere interne Arbeitsweise: Eine bereits „saubere“ Struktur

Bevor wir über die Reisen sprechen, noch ein Wort zu unserer eigenen Arbeitsweise. Unser Team verteilt sich auf verschiedene Orte weltweit (in Frankreich, Peru und Argentinien). Wir arbeiten täglich im Homeoffice, um Ihre maßgeschneiderten Aufenthalte zu gestalten. Unsere eigenen betrieblichen Auswirkungen (Scope 1 und Scope 2) sind extrem gering, wenn nicht sogar neutral. Wir haben keine täglichen Arbeitswege ins Büro, und die Energie, die wir das ganze Jahr über zu Hause verbrauchen, würde ohnehin anfallen – unabhängig davon, ob wir arbeiten oder nicht. Unsere Büros stoßen also fast nichts aus.

Wir drucken auch nichts, da wir vollständig online im Internet arbeiten (eine Bilanz unseres digitalen Fußabdrucks ist für nächstes Jahr geplant). Unsere eigentliche gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR) und unser wichtigster Hebel liegen daher an anderer Stelle: direkt in den Reisen, die wir für Sie konzipieren.

Die große Erkenntnis: Die Realität des CO2-Gewichts einer Peru-Reise

Dank der von Marius validierten Methodik (basierend auf der Bilanz des Fluganteils pro Reiseakte, auf die ein unter Fachkollegen anerkannter pauschaler Aufschlag von 10 % angewendet wird, um alle Auswirkungen vor Ort wie Hotels, Transfers, Züge und Ausflüge abzudecken) sprechen die Zahlen für sich.

Im Jahr 2025 haben wir 150 Reisende erfasst, was einer Gesamtemission von 722 Tonnen CO2-Äquivalent (tCO2e) entspricht. Der Durchschnitt liegt somit bei 4,8 Tonnen CO2 pro Reisendem. (Reisende, die sich bereits in Peru befanden, wurden hierbei nicht mitgerechnet).

4,8 Tonnen CO2: Was bedeutet das konkret?

Um Ihnen eine greifbare Vorstellung von der Größenordnung zu geben: 4,8 Tonnen CO2 entsprechen in etwa:

  • Dem kompletten Jahres-CO2-Fußabdruck eines deutschen Staatsbürgers, der bereits große Anstrengungen zur Reduzierung unternimmt (während das Ziel des Pariser Klimaabkommens bis 2050 bei 2 Tonnen pro Jahr und Person liegt).

  • Mehr als 24.000 gefahrenen Kilometern mit einem Standard-Auto mit Verbrennungsmotor.

  • Der Herstellung und dem Lebenszyklus von fast 150 Smartphones.

Der internationale Flug: Unvermeidbar

Für Sie als Reisende ist es von grundlegender Bedeutung zu verstehen, dass fast die gesamte Bilanz auf den internationalen Flug zurückzuführen ist – beispielsweise auf einen Flug von Paris nach Lima. Flüge aus Deutschland sind oft noch emissionsintensiver, da sie meist nicht direkt sind, sondern über Madrid, Paris oder Amsterdam führen. Die Langstrecke macht allein fast 90 % des gesamten CO2-Fußabdrucks Ihres Aufenthalts aus.

Einmal vor Ort sind die Auswirkungen am Boden minimal. Was die Bilanz in Peru jedoch stark belasten kann, sind Inlandsflüge. Der Einbau von ein oder zwei nationalen Flügen, um beispielsweise Lima mit Arequipa und Cusco zu verbinden, erhöht den ohnehin schon sehr hohen CO2-Ausstoß noch einmal deutlich.

Werkzeuge zum Handeln

Diese CO2-Bilanz ist keine rein passive Feststellung. Die von Marius gesammelten präzisen Daten werden uns dazu dienen, unsere CO2-Minderungsstrategie für die kommenden Jahre zu steuern, indem wir genaue Umweltindikatoren erstellen.

Als Reiseagentur können wir unsere Kunden bereits bei der Buchung beraten und sensibilisieren, damit ihre Reise so wenig CO2 wie möglich verursacht. Dabei nutzen wir folgende Hebel:

  • Auswahl von Fluggesellschaften mit modernen, neueren Flotten.

  • Anbieten von Direktflügen, wann immer dies möglich ist.

  • Vermeidung bestimmter Inlandsflüge, indem wir notwendige Landwege mit dem Zug oder Bus bevorzugen, sofern der Komfort dies zulässt.

  • Verlängerung der Aufenthaltsdauer, um die CO2-Intensität der Reise zu senken: Seltener, aber dafür länger reisen.“

Ihre Reisen: Wie sehen 5 Tonnen CO2 in der Praxis aus?

Da Maßarbeit die DNA von Phima Voyages ist, ist jede Reiseakte ein Unikat. Es ist schwer, eine standardisierte Route pro Destination festzulegen. Um Ihnen jedoch eine klare Sichtbarkeit zu geben, haben wir zwei typische Reiseverläufe ausgewählt. Sie werden sehen, dass sie sich um unseren zentralen Durchschnitt von 4,8 Tonnen CO2 pro Reisendem bewegen.

Erstes Beispiel: Die klassische große Nordtour

Diese Reise beinhaltet Ihren internationalen Flug (wie Paris-Lima) und nur einen einzigen Inlandsflug, um am Ende der Reise vom Norden zurück nach Lima zu gelangen. Natürlich umfasst sie auch Ihre gesamte Route vor Ort auf dem Landweg (Linienbusse, gemeinsame oder private Transfers). Für diese Art von Aufenthalt ist der geschätzte Fußabdruck mit ca. 4,6 Tonnen CO2 pro Reisendem am niedrigsten.

Zweites Beispiel: Die Rundum-Eintauchreise Nord- & Südperu (mit 4 Inlandsflügen)

Diese sehr vollständige Route wurde für Reisende konzipiert, die ihre Zeit optimal nutzen und die beiden großen Regionen (Norden und Süden) des Landes kombinieren möchten. Sie beinhaltet den internationalen Flug sowie 4 Inlandsflüge. Leider muss man sich selbst bei einer Reisezeit von 4 Wochen per Flugzeug fortbewegen, um die wichtigsten Etappen schnell miteinander zu verbinden – zum Beispiel für den Start in Trujillo, das Ende in Chachapoyas, den Flug nach Arequipa und den Rückflug von Cusco. Bei dieser intensiven Flugkonfiguration steigt der Fußabdruck auf ca. 5,2 Tonnen CO2 pro Reisendem.

Unsere Klimasolidaritäts-Aktion: Unterstützung des ACP Milpuj

Wenn man die Reiseroute optimiert und alles Reduzierbare minimiert hat, bleiben die sogenannten unvermeidbaren Emissionen bestehen. Der Langstreckenflug, um überhaupt an den Zielort zu gelangen, bleibt obligatorisch. Um dies Verantwortung für diese Auswirkungen zu übernehmen, ist ein CO2-Beitrag unerlässlich.

Doch bei Phima Voyages bringt uns unsere Vision des Tourismus dazu, das Greenwashing industrieller oder anonymer Kompensationsprojekte abzulehnen. Ich möchte nicht einfach CO2-Zertifikate kaufen, um am anderen Ende der Welt Bäume zu pflanzen, ohne zu wissen, ob sie jemals wachsen werden. Ich glaube an eine transparente, partnerschaftliche Umweltunterstützung direkt vor Ort.

Auf dem Markt werden die Kosten für die Bindung einer Tonne CO2 im Durchschnitt auf etwa 10 Euro geschätzt. Basierend auf unserer Einschätzung von 5 Tonnen pro Reisendem entspricht dies einem Beitrag von 50 Euro pro Person.

Wir bei Phima Voyages haben uns dafür entschieden, 100 % dieser Beiträge einem lokalen Projekt zukommen zu lassen. Wir kennen den Besitzer, Perico, persönlich und haben absolutes Vertrauen in ihn: das ACP Milpuj (Privates Naturschutzgebiet) im Norden Perus.

Wer ist Perico und was macht das ACP Milpuj?

Das ACP Milpuj ist ein außergewöhnliches Familienprojekt im Tal des Flusses Utcubamba, das von Perico (Pedro Heredia) mit großer Leidenschaft geführt wird.

Seine Mission? Den amazonischen Trockenwald zu schützen und wiederaufforsten – ein stark bedrohtes Ökosystem. So siedelt er die lokale Tierwelt wieder an (wie den Brillenbären oder die Wunderspatelkolibri) und bewahrt endemische Bäume wie den Tara-Baum. Perico pflanzt nicht nur Bäume; er schützt einen lebendigen Lebensraum, bildet die lokalen Gemeinschaften weiter und schafft ein Refugium für die biologische Vielfalt.

(Die gesamte Geschichte und unsere gemeinsamen Aktionen finden Sie auf unserer speziellen Milpuj-Seite).

Ab sofort: Lassen Sie uns gemeinsam die Reisen für 2026 vorbereiten

Wir warten nicht auf zukünftige Bilanzen, um zu handeln. Ab heute integrieren wir diesen Ansatz der Klimasolidarität direkt bei der Buchung Ihrer Reise für 2026.

Auf Ihren Angeboten und Kostenvoranschlägen finden Sie ab sofort ein kleines optionales Häkchen, mit dem Sie einen Beitrag von 50 € pro Reisendem leisten können. Natürlich ist dieser Betrag nur ein Richtwert. Es steht jedem Reisenden frei, den Betrag zu geben, den er möchte – jede Unterstützung für dieses Projekt ist herzlich willkommen. Der gesamte Betrag dieser Spende geht direkt an Perico, um den Schutz des Milpuj-Waldes zu finanzieren. Phima Voyages erhebt selbstverständlich keinerlei Kommission auf diese Summe. Es ist ein direktes Engagement von Ihnen als Reisendem für die Region, die Sie willkommen heißt.

Vielen Dank, dass Sie Teil dieser bewussten, transparenten und entschlossen engagierten Reise an unserer Seite sind.

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