Kuelap, Festung der Chachapoya

Ruinen aus Vor-Inka Zeit

Ruinen von Kuelap, Amazonas

Kuelap, eine einzigartige archäologische Stätte

Kuelap ist eine Festung des Volkes Chachapoyas und liegt in der Region Amazonas im Norden von Peru. Oft wird Kuelap auch als der “Machu Picchu des Nordens” bezeichnet, woraus sich noch auf ihre wichtige historische Bedeutung schliessen lässt.

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Die Erbaungszeit der befestigten Stadt wird auf zwischen 500 und 800 nach JC geschätzt. Damit ist Kuelap also 600 bis 900 Jahre älter als der Machu Picchu, der vom Volk der Inkas gebaut wurde. Die Chachapoya haben über das Gebiet der heutigen Region Amazonas im Norden von Peru regiert und handelten mit zeitgleichen Völkern wie den Chimu an der Nordküste von Peru. Der Name “Chacha Poya” bedeutet “Krieger der Wolken”, da die Region regelmässig von Wolken bedeckt war.

Ruinen von kuelap, Amazonas, Norden von PEru

Der Aufstieg (oder die Auffahrt ?) nach Kuelap

Zum heutigen Zeitpunkt kann man entweder zu Fuss oder mit dem Auto nach Kuelap fahren. Theoretisch gibt es nächstes Jahr eine Seilbahn. Damit wäre die Fahrt dann nur noch ein einhalb Stunden von Chachapoyas aus, anstatt momentan vier.

Wanddekoration in Kuelap   Wolken auf dem Weg nach Kuelap

Der Aufstieg von Tingo Viejo aus beträgt 8.9 km auf einem Wanderweg, der um den Berg herumführt. Gute Ausrüstung, Regenkleidung, gute Wanderschuhe, sowie Sonnenhut, Sonnencrème und viel Wasser sind ein Must. Unterwegs gibt es weder Bäume zum unterstellen noch Tante Emma Laden…

Die Fahrt ist einfach mystisch. Als wir hoch gefahren sind, waren die Wolken sehr niedrig, wir sind also im Nebel vorangekommen und man stellt sich vor, zur Zeit der Chachapoya zu sein (zur Erinnerung, Chacha poya heisst Krieger der Wolken!). Plötzlich kann man Kuelap erkennen, majestätisch am Berggipfel gegenüber. Aber wir müssen noch 45 Minuten weiter um den Berg herum fahren, bevor wir auf dem Parkplatz von La Malca ankommen. Jetzt verstehen wir, warum es für die Inkas so schwierig war, diese damals über 1000 Jahre alte Festung zu erobern !

Beim Rückweg war der Himmel klar und man sieht plötzlich, dass die enge Strasse steil abfällt.

Super Aussicht von Kuélap.

Auf dem Parkplatz von La Malca befindet sich ein grosses Gebäude, dessen Architektur sehr gelungen ist und das heute auch ein Mini-Museum enthält. Nebendran kauft man seine Eintrittskarte für Kuelap, die Festung der Chachapoyas (heute nur 15 soles, d.h. ungefähr 5 Euros, mal sehen, was es kostet, wenn die Seilbahn fertig ist). Von hier aus sind es nur noch 2.5 km einfacher Wanderweg bis zur Festung.

Besichtigung von Kuelap

Die Festung von Kuelap wurde wieder entdeckt im Jahre 1843 und wurde in der Zwischenzeit zum Kulturerbe der Nation ernannt. Die befestigte Stadt befindet sich auf 3 000 m Höhe auf einem Berggipfel und umfasst eine Fläche von 7 Hektar. Sie ist von bis zu 20 m hohen Mauern umgeben. In ihrem Inneren hat man Ruinen von mehr als 400 Rundhäusern gefunden. Zur Zeit der Chachapoya wurden die Häuser rund gebaut mit Strohdächern. Die Archäologen sind lange davon ausgegangen, dass Kuelap hauptsächlich eine Festung war. Heute ist die Tendez eher dazu, dass der religöse Aspekt von Kuelap noch wesentlich wichtiger war.

Die Mauern, die Kuelap umgeben, haben ein Steinvolumen von mehr als 708 000 m3, im Vergleich dreimal so viel wie die Keops-Pyramide in Ägypten. Die Architekten von Kuelap hatten Hunderte von Spezialisten, Steinmetzen, Maurern sowie Wasser-, Stein- und Schlammträger unter sich. Ausserdem war eine Vielzahl von Landwirten dazu da, genügend Lebensmittel für all diese Arbeiter zu produzieren.

Ruinen Rundhäuser in Kuélap.

Zu Höchstzeiten lebten bis zu 3 000 Einwohner in der Festung von Kuelap. Bis heute weiss man nicht, wie die Chachapoya genügend Wasser für alle Einwohner auf den Berg geschafft haben.

Mauer der Festung Kuelap, Amazonas, Norden von Peru

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