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Sehenswürdigkeiten in Kolumbien

Um ganz ehrlich zu sein, in ein paar Wochen Rundreise in Kolumbien ist es unmöglich, alles Sehenswürdigkeiten in Kolumbien zu besichtigen, das lokale Leben zu genießen und auch noch unbekannte Orte zu entdecken. Es ist aber durchaus möglich, einen relativ guten Überblick zu bekommen und die wichtigsten Orte besuchen, die Kolumbien so bekannt machen.

Es gibt so viel zu entdecken, dass ein ganzes Jahr nicht ausreichen würde. Aber wir werden versuchen, Ihnen die besten Orte und Sehenswürdigkeiten in Kolumbien vorzustellen, damit Sie während Ihres Aufenthalts nichts verpassen. Für eine noch authentischere Reise haben wir auch Orte aufgenommen, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen. Los geht’s !

Städte besichtigen

Wenn Sie nach Kolumbien reisen, müssen Sie selbstverständlich die wichtigsten Städte, wie Bogota, Cartagena de Indias und Medellin besichtigen.

Höchstwahrscheinlich werden Sie als allererstes die Hauptstadt Kolumbiens, Bogota, und deren reiche und vielfältige Kultur entdecken. Es gilt auf jedenfall das Museum für Gold, das Viertel Candelaria und die Skulpturen von Botero sind zu besichtigen.

Cartagena ist wegen seiner Festung und den typischen Bauten aus der spanischen Eroberungszeit als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet. Es hat auch den Vorteil, dass es an das Karibische Meer grenzt, ein herrlicher Ort! Auch hier gibt es viele Touristen, die die Stadtmauer, das Getsemani-Viertel und die Strände bewundern.

Schließlich ist Medellin eine weitere wichtige Metropole Kolumbiens. Das ehemalige Hauptquartier von Pablo Escobar ist heute recht sicher und beeindruckt durch seine Modernität. Darüber hinaus ist es aufgrund seiner geografischen Lage ein privilegierter Ort für den Zugang zur Kaffeeregion und zur Pazifikküste.

Verpassen Sie keine dieser drei Städte, die wahre Säulen der kolumbianischen Kultur sind.

Sehenswürdigkeiten Kolumbien

Die Kaffeeregion erkunden

Wenn Sie (so wie ich) keinen Tag ohne einen guten Kaffee leben können, werden Sie begeistert sein, dieses typische kolumbianische Getränk direkt dort zu probieren, wo es hergestellt wird.  

Zwischen Medellin und Armenia sind das Relief und das Klima ideal, damit sich Kaffeepflanzen optimal entwickeln können. Deshalb ist dieser Kaffee unter Kennern auf der ganzen Welt bekannt. Als Besucher empfehlen wir Ihnen, mehrere Tage im Cocora-Tal zwischen den verschiedenen Dörfern zu verbringen.

Am beliebtesten sind Salento, Salamina, Aguadas oder Filandia. Hier finden Sie hübsche kleine Gebäude und Haciendas, von denen aus Sie die Gegend in aller Ruhe erkunden können.

Zusätzlich zu allem, was Sie über Kaffee lernen, zeigen Ihnen die Einheimischen die anderen Attraktionen dieser Region, auf die sie stolz sind. Darunter z.B. der Naturpark Los Nevados und seine symbolträchtigen Wachspalmen.

Sehenswürdigkeiten in Kolumbien

Das präkolumbianische archäologische Erbe entdecken

Ausser seiner jüngsten Geschichte und den spanischen Eroberern hat Kolumbien auch ein sehr viel länger zurückreichendes kulturelles Erbe. Bemerkenswert ist die Anzahl der archäologischen Stätten, in denen Gemälde, Skulpturen und Bestattungsräume sehr gut erhalten sind.

San Agustin und Tierradentro sind die bedeutendsten Stätten der präkolumbianischen Kultur. Sie befinden sich im Südwesten des Landes, nicht weit von der Grenze zu Ecuador entfernt.

Ciudad Perdida, die verlorene Stadt im karibischen Dschungel, ist eine weitere bekannte heilige Stätte, die mehrere Jahrhunderte zurückreicht. Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien.

Eine weitere ausgefallene Sehenswürdigkeit in Kolumbien ist San José del Guaviare, im Inland. Nur sehr wenige Touristen kennen dieses atypische Reiseziel, in dem Sie viele jahrtausende alte Höhlenmalereien entdecken können. Um in die Höhle zu gelangen, müssen Sie den mysteriösen blauen Berg umrunden, der seine Geheimnisse noch nicht bekannt gegeben hat.

Reise nach Kolumbien

Vulkane besteigen

Kolumbien hat mehr als 15 Vulkane zu bieten, die sich alle in den Cordillera de los Andes befinden. Einige sind in den letzten 50 Jahren ausgebrochen.

Am eindrucksvollsten ist wohl der Nevado del Ruiz, der sich auf rund 5.300 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Infolgedessen ist er mit einer Schneeschicht bedeckt, aus der gelegentlich drohende Dämpfe austreten. Man kann sogar mit dem Auto und zu Fuß aufsteigen, um diese Pracht näher zu betrachten. Nehmen Sie sich jedoch einige Tage Zeit, um sich an den Höhenunterschied zu gewöhnen, denn die Bergkrankheit (Soroche) kann Ihnen einen Streich spielen, wenn Sie nicht daran gewöhnt sind.

Ein weiterer Vulkan, den man bei gutem Wetter besteigen sollte, ist der Purace direkt neben Popayan.

In diesen vulkanischen Gebieten Kolumbiens finden Sie eine sehr spezifische Flora, die “Paramo” genannt wird. Wanderungen in den Naturparks sind absolut einen Umweg wert.

Den Dschungel erobern

Wenn Sie schon immer davon geträumt haben, Abenteurer im tropischen Dschungel zu spielen, mit den dazugehörenden an den Bäumen hängenden Kletterpflanzen, dem Geräusch wilder Tiere, der glühenden Hitze, den erfrischenden Wasserfällen und dem Schatz am Ende der Anstrengungen ????, dann sollten Sie sich auf die Wanderung zur Verlorenen Stadt begeben.

Fünf Tage Wanderung mit einem lokalen Guide im Wald des Sierra Nevada Nationalparks von Santa Marta. Der Weg ist lang und schwierig, birgt aber ein Juwel: die Ciudad Perdida, eine ehemalige heilige Stätte der Tayrona. Der Indiana Jones in Ihnen wird von dieser unvergesslichen Wanderung erfüllt sein!

Sehenswürdigkeiten in Kolumbien

Sich in den Amazonas-Regenwald wagen

Um beim Thema „üppige Vegetation Kolumbiens“ zu bleiben, geht es gleich weiter, diesmal in Richtung Süden, zu einem Besuch am Amazonas-Fluss und seinem berühmten Regenwald.

Im Dorf Leticia können Sie Bootsfahrten unternehmen oder zu Fuß rosafarbene Delfine, riesige Seerosen oder bunte Papageien beobachten.

Nur wenige Menschen haben die Möglichkeit, den Amazonas-Regenwald, die berühmte Lunge der Erde, zu besuchen. Also genießen Sie ihn, solange er noch relativ gut erhalten ist.

In der Wüste bei den Wayuu trekken

Neben dem Meer, Vulkanen, ewigem Schnee, Regenwald und Sandstränden hat Kolumbien auch eine Wüste. Die Klimavielfalt in diesem Land ist wirklich unglaublich.

Das Guajira ist ein ganz besonderer Ort, an den sich nur wenige Touristen trauen. Für uns ist ein Besuch hier ganz bestimmt eine der Sehenswürdigkeiten in Kolumbien. Und für diejenigen, die Zeit haben und authentische Begegnungen in einer unglaublichen Umgebung erleben möchten, ist dieses Reiseziel perfekt.

Sie sollten auf jedenfall einen lokalen Führer der Wayuu-Zivilisation nehmen. Entscheiden Sie sich für 4 bis 5 Tage zu Fuß in den Sanddünen, mit Nacht unter dem Sternenhimmel. Es ist ein außergewöhnliches Erlebnis, bei dem Sie die Kultur eines Volkes entdecken können, das mit seinen tausendjährigen Traditionen überlebt hat.

In Punta Gallinas fühlen Sie sich am Ende der Welt, zwischen dem Blau des Himmels und dem Ocker des Sandes. Dies passiert nicht so oft in einem Leben, Sie sollten diese kostbaren Momente in ständiger Erinnerung behalten.

Authentisch in der Karibik unterwegs sein

Selbstverständlich werden Sie Cartagena de India und Santa Marta besichtigen. Aber dies sind nicht die einzigen Städte an der Karibikküste, die einen Besuch wert sind!

Um etwas aus dem Touristenstrom herauszukommen, empfehlen wir kleine authentische Dörfer wie Necocli oder Rincon del Mar. Dort werden Sie fast der einzige Ausländer sein und können sich daher leichter unter die Bevölkerung mischen. Dazu kommt, dass die Strände hier sehr schön sind und das Wasser herrlich warm. Kurz gesagt, hier können Sie sich in Ruhe ausruhen – und ganz viele Meeresfrüchte essen!

Wenn Sie lieber eine Insel hätten, dann könnte Isla Mucura Ihr kleines Paradies werden. Diese Insel befindet sich im Naturpark der Inseln Rosaire und San Bernardo und bietet ein „Postkarten-Feeling“.

Sich in Kolumbien wie in Afrika fühlen

Entgegen aller Erwartungen gibt es Dörfer in Kolumbien, in denen Sie sich wie auf einem anderen Kontinent fühlen.

San Basilio de Palenque in der Nähe von Cartagena ist eine solche Stadt. Sie wurde von der UNESCO als Stadt des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit eingestuft. Hier haben die von den Eroberern ausgebeuteten ehemaligen Sklaven ihre Freiheit erlangt und sich niedergelassen.

Sie brachten ihre afrikanischen Traditionen mit und mischten sie mit lokalen Bräuchen, um im Laufe der Zeit eine eigene Kultur und Sprache zu erschaffen.

Dieses Dorf ist anders als jedes andere in Kolumbien, außer vielleicht Lorica. Lorica liegt ebenfalls in den Vororten von Cartagena, hat aber mediterrane Akzente. Dieses historische kolumbianische Dorf hat dank seines Flusses und des entstehenden Handels seine Blütezeit erlebt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließen sich hier viele libanesische und syrische Migranten nieder. Seitdem gibt es orientalische Restaurants und Gebäude aus kolonial-spanischer und arabischer Architektur. Es ist sehr charmant und exotisch. Außerdem kommen nur sehr wenige Touristen hierher.

Sehenswürdigkeiten in Kolumbien

Wale im Pazifik bestaunen

Kolumbien hat eine lange Westküste, die vom Pazifik begrenzt wird. Diese ist nicht nur schön und wild, sondern auch Heimat vieler Buckelwale. Sie können sie am besten von Juni bis Oktober beobachten, wenn sie in Mittelamerika Halt machen, um ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Der beste Ort, um die Wale von nahem zu sehen, ist der Utria National Nature Park, in dem Sie auch Killerwale und Meeresschildkröten finden. Diese Naturstätte ist vom Massentourismus verschont geblieben und die Bewohner leben in Gemeinschaft mit der Natur.

Nuqui, Isla Gorgona und El Valle sind auch sehr gute Orte, um die Wale zu sehen. Es ist auch eine Gelegenheit, zu surfen oder in der Mangrove nach exotischen Tieren zu suchen.

Das „Haus der Götter“ erklimmen

Im Osten Kolumbiens, wenige Kilometer von der Grenze zu Venezuela entfernt, entdecken Sie die eine weitere der vielen Sehenswürdigkeiten in Kolumbien, den imposanten Cerros de Mayecure, am Fuße des Flusses Inirida. Dieser Ort ist der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt, und das ist auch gut so.

Nachdem Sie die drei Granitberge vom Fluss aus gesehen haben, können Sie diese besteigen. Die Aussicht zeigt Ihnen ein außergewöhnliches Panorama der umliegenden Natur. Es gibt noch viele indigene Stämme in der Nähe, und dies kann eine Gelegenheit für Sie sein, Zeit mit ihnen zu verbringen, abseits von großen Städten und modernen Technologien.

Artenvielfalt erhalten

Wir können es nicht genug sagen: Kolumbiens Artenvielfalt ist eine der reichsten der Welt, und es ist uns sehr wichtig, dass das auch so weitergeht.

Glücklicherweise haben die Behörden erkannt, wie wichtig es ist, Nationalparks zu schaffen und in die Erhaltung der Umwelt zu investieren.

Sie haben aber auch Ihre Rolle als Reisender.

  • Sie können sich dafür entscheiden, die Besichtigung von Naturstätten zu bevorzugen
  • und lokale Führer zu nehmen, um Ihnen die Fauna und Flora Kolumbiens zu zeigen.

Wenn Sie nur einen einzigen Ort zu besichtigen hätten, dann sollten Sie das Grenzgebiet zu Panama nicht verpassen. Im Los Katios Park gibt es Tierarten aus Süd- und Nordamerika. Das etwas weiter nördlich gelegene Dorf Capurgana kann als Ausgangspunkt dienen. Sie werden Affen schreien hören, Adler und giftige Reptilien und Faultiere sehen und zwischen Korallen, Krabben und tropischen Fischen tauchen.

Und um das Ganze abzurunden, Touristen sind hier keine weit verbreitete Spezies. Somit sind alle Zutaten für einen Aufenthalt in der extravaganten Natur Kolumbiens beisammen.

Fazit

In diesem so vielfältigen und dynamischen Land werden Sie sich keinen Tag langweilen. Es wird eher schwierig sein, Entscheidungen zu treffen und aus Zeitgründen einige Sehenswürdigkeiten in Kolumbien zu streichen. Aber dies gibt Ihnen wieder eine hervorragende Ausrede, um in ein paar Jahren wiederzukommen!

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