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Aquädukt Cumbe Mayo, Cajamarca

Cumbe Mayo stammt aus dem Quechu „Kumpi Mayu“ (ein gut gebauter Wasserweg) oder „Humpi Mayo“ (ein schmaler Fluss). 1937 hat man dieses Aquädukt entdeckt, das zwischen 35 und 50 cm breit und zwischen 30 und 65 cm hoch ist. 1947 hat George Peterson das Aquädukt genauer untersucht und eine genaue Beschreibung dazu abgegeben. Seine Resultate wurden 1967 veröffentlicht.

Frailones Phima Voyages

Die „Frailones“ – auf der Suche nach Figuren und Symbolen

Wenn man die Stätte besucht, ist das Erste, was einem auffällt, die unglaubliche Anordnung der Felsen. Dieser „Gesteinswald“ ist eine erstaunliche Zusammensetzung aus vulkanischen Steinen von bis zu 18 m, die aussehen, als wären sie von Riesen geschliffen worden. Man nennt sie die „Frailones“ – die Mönche – aus Stein, denn man könnte meinen, dass es eine Mönch-Prozession ist. Die Erosion durch Regen und Wind hat sie verformt und man kann sich jede Menge Formen vorstellen.

Das drei Jahrtausende alte Aquädukt

Es handelt sich hierbei um eines der ältesten Hydraulik-Systeme in ganz Südamerika. Cumbe Mayo ist mindestens 3 000 Jahre alt und wurde von der Cajamarca-Kultur erbaut. Insofern ist es älter als die Römischen Aquädukte in Südfrankreich.

Dieser faszinierende Kanal von 9 km Länge wurde mit Hilfe von aus Obsidian gemachten Werkzeugen hergestellt. Obsidian ist ein dunkler Vulkanstein, der für seine extreme Härte bekannt ist. Das Aquädukt wurde in den Stein gegraben, aber manchmal wird es auch zu einem Tunnel. Es wechselt zwischen geraden Strecken und eckigen Zickzacks. Diese waren dazu da, den Wasserfluss zu verlangsamen und somit auch die Erosion des Aquädukts zu verringern.

Der Kanal füllt sich auf 3 513 m Höhe und fliesst hinunter zur Stadt Cajamarca. Somit gab es Wasser für die Landwirtschaft und ein grosses Reservoir am Fuss des Cerro Santa Apolonia.

Es ist eines der ältesten Wasserversorgungssysteme in ganz Südamerika. Es ist mindestens 3000 Jahre alt und wurde von der Cajamarca Kultur erbaut.

pont aqueduc cumbe mayo

Die Petroglypen

Auf den Steinwänden und umgebenden Felsen sieht man viele Petroglyphen. Man glaubt, dass es Symbole sind, aber die Erklärung hört hier auch schon auf. Sind es Pläne – oder eher Zeichnungen der Natur? Gibt es eine Verbindung zum Kult des Wasser, so wertvoll in der Region ? Wer wird uns eines Tages deren Bedeutung erklären können?

Der Wasser-Kult

Auf der ganzen Länge des Kanals kann man Altare sehen. Unser Führer zeigt uns einen grossen Felsen, der uns als Zeremonials-Stein erklärt wird. Dies würde erneut für den Wasser-Kult sprechen, der in dieser Zivilisation sehr präsent war.

canal aqueduc cumbe mayo

Das Heiligtum

Es handelt sich hierbei um einen Felsen, der einem Menschkopf ähnelt und dessen Mund eine Grotte ist. Man hat dort Petroglyphen gefunden, deren Bedeutung aber noch unbekannt ist, wie für die anderen Petroglyphen hier.

symbole canal cumbe mayo, Phima Voyages

Praktische Informationen

Wie kommt man nach Cumbe Mayo

Die Strecke von Cajamarca aus dauert ca. 45 Minuten, eigentlich nur 20 km, aber eine gewundene Kiess-Strasse.

Wenn Sie diese Besichtigung morgens unternehmen, haben Sie noch genug Zeit, um nachmittags entweder eine City-Tour in Cajamarca zu machen, oder aber die Ventanillas von Otuzco besuchen.

canal aqueduc cumbe mayo

Besichtigung von Cumbe Mayo

Wir empfehlen, sich einer der organisierten Touren aus Cajamarca anzuschliessen.

Vor Ort selber gibt es kein Empfangsbüro. Der Sicherheitsbeamte (diese gibt es immer) erklärt uns, wo wir den Eintritt bezahlen müssen. Wir waren mit unserem eigenen Auto unterwegs und da es an diesem Tag keinen lokalen Führer gab, konnten wir uns zum Glück einer Gruppe anschliessen, um die Erklärungen des Führers mitzubekommen.

Unterwegs triff man auf Frauen, die traditionelle Kleidung tragen und die mit einigen Souvenirs, vor Ort hergestellten Stoffen oder Kräutern und Wurzeln, die einem als Tee serviert werden können, auf die Touristen warten.

cumbe mayo dame

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