Mysteriöses Revash

Eine einfache Wanderung mit Mega-Effekt !

Individualreise Nord-Peru

Das Geheimnis der Mausoleen von Revash

Von den wichtigsten archäologischen Stellen in der Region Amazonas fehlten uns jetzt nur noch die Mausoleen von Revash, diese “Häuser”, in denen die Chachapoya Zilisation ihre wichtigsten Toten begruben.

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Wie kommt man dort hin ?

Letzten Samstag sind wir um 7 h 30 losgefahren, um Revash zu erkunden. Die Strecke von Chachapoyas benötigt ungefähr eine Stunde und 30 Minuten, immer am Fluss Utcubamba entlang inmitten der unvergleichlichen Landschaft des “Trockenwalds” (wir sind hier auf 1 800 m Höhe). Kurz vor Hierba Buena biegen wir rechts ab, über die Brücke und jetzt steigt die Strasse langsam an, bis nach San Bartolo, nur 17 km weiter, aber 1 000 Höhenmeter höher :

Ankunft in Revash

Wir parken auf dem Dorfplatz in Revash, die Tourismusvereinigung ist gut ausgeschildert. Wir benutzen die örtlichen Toiletten (mit Seife und Toilettenpapier bitte !), bezahlen den Eintritt (10 soles pro Erwachsener, 3 soles für Kinder) und den Orientador (lokalen Führer) und los geht’s.

Die Wanderung

Weg nach Revash

Der Weg nach Revash ist in sehr gutem Zustand, er wurde 2010 mit finanzieller Unterstützung des Staats und mit der Beteiligung aller Einwohner gelegt. Der Weg wurde auf 1,5 km mit Naturstein aus der Region in nur drei Monaten gepflastert ! Somit läuft es sich ganz gemütlich ca. 40 Minuten, und dann nochmals 10 Minuten auf einem Erdpfad. Unser Führer zeigt uns in der Natur wachsende Orchideen und Bromelien, erklärt uns, welche Bäume aus der Region sind und erzählt uns die Geschichte seines Dorfes. San Bartolo, in der Region Amazonas im Norden von Peru hat 300 Einwohner, aber viele der jungen Leute wandern in die Stadt (Chachapoyas) ab, um zu studieren und danach noch weiter weg zu ziehen.

Die Mausoleen

Zwei Seiten von Revash

Wir sind fast angekommen, die Jungs sind wie immer schon weit voraus, über ihrem Kopf sieht man bereit ein einzelnes “Totenhaus” der Chachapoyas. Die “echten” Mausoleen sind noch etwas weiter.

Beim Annähern sehen wir zuerst einen ersten Komplex mit Felszeichungen, beeindruckend. Direkt an den Hang und in den Hang gebaut, fallen einem die Häuser erst auf, wenn man schon ganz nahe ist. Man könnte fast hineingehen. Das machen wir aber nicht ! Schliesslich sind es Gräber, aber es ist doch faszinierend. Man weiss so gut wie nichts über diese Mausoleen. Nur so viel: nur höchst wichtige Persönlichkeiten der Chachapoya Kultur wurden dort begraben wurden. Die Mausoleen stammen wahrscheinlich aus dem  14. Jahrhundert. Ein weiteres Geheimnis der Chachapoya Zivilization. Sie erinnern sich ? Die Chachapoya haben auch die befestigte Stadt von Kuelap und die Sarcophage von Karajia in der Region Amazonas erbaut.

Etwas unterhalb ist ein Rastplatz, von wo aus man auch den zweiten Komplex hervorragend sehen kann. Es ist dieser, der man auf allen Fotos von Revash sehen kann, dunkler, mehr rote Farbe, eher einem Häuserkomplex ähnlich. Wir setzen uns auf Steine und sind erstmal beeindruckt von dieser so hoch entwickelten Kultur.

Vor dieser wunderbaren Kulisse am Berg und einer einzigartigen Aussicht Richtung Tal essen wir unsere mitgebrachten Sandwiches. Eine halbe Stunde später sind wir schon wieder auf dem Rückweg.

Dorf-Fest

Feier in RevashFast im Dorf angekommen, werden wir von einem Dorfbewohner eingeladen. Sie halten ein Festessen zu Ehren des vor einem Jahr verstorbenen Familienmitglieds. Ein solches Ereignis ist die Gelegenheit, Familie und Nachbarn einzuladen. Auf der Speisekarte heute : Eine Brühe mit einem Stück Yucca (Manioc) und Fleisch, Bohnen als Aperitif und Brot mit einem “Leche frijol” (eine Art Bohnenmarmelade) Aufstrich als Nachtisch. Da wir bereits gegessen haben, probieren wir nur den Nachtisch.

Ich zähle mindestens 30 Kinder, 10 Jugendliche und um die 20 Erwachsene. Die Frauen sind in der Küche beschäftigt und alle helfen mit, die gefüllten Teller zu verteilen. Die meisten Eingeladenen sitzen auf dem Boden, nur uns bittet man, auf den Bänken Platz zu nehmen. Etwas verlegen verabschieden wir uns nach 15 Minuten und bedanken uns ganz herzlich für die freundliche Einladung des Hausherrns.

Was für ein Tag reich an Emotionen und Entdeckungen !

Mysteriöses Revash
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