Mysteriöses Revash

Individualreise Nord-Peru

Das Geheimnis der Mausoleen von Revash

60 km von Chachapoyas entfernt befinden sich die Mausoleen von Revash, im Distrikt Santo Tomas in der Provinz von Luya. Man hat den Mausoleen den Namen Revash gegeben und beschreibt somit eine Gruppe von Mausoleen, die in zwei Bereiche geteilt sind.

Sie befinden sich auf 2 800 Höhenmeter und befinden sich in einer in den Kalkstein gegrabenen Grotte im Cerro (Berg) Carbon.

Die meisten der Häuser dieser zwei Bereiche sind nebeneinander gebaut. Sie schauen eher nach Wohnhäusern aus, als nach Mausoleen. Aber es handelt sich schon um die letzten Wohnstätter der Toten der Chachapoya. Dies wird auch durch ihren Inhalt bestätigt, sowie ihre Lage in einer abliegenden Region, schwierig zu erreichen und die Tatsache, dass sie am steilen Abgrund gebaut wurden.

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 Wanderung nach Revash

2010 wurde der Weg nach Revash mit finanzieller Unterstützung des Staats und mit der Beteiligung aller Einwohner auf 1,5 km mit Naturstein aus der Region in nur drei Monaten gepflastert !

Somit läuft es sich ganz gemütlich ca. 40 Minuten, und dann nochmals 10 Minuten auf einem Erdpfad.

Wenn Sie einen lokalen Führer nehmen, zeigt Ihnen dieser in der Natur wachsende Orchideen und Bromelien, native Bäume aus der Region und erzählt Ihnen die Geschichte des Dorfes San Bartolo, in der Region Amazonas im Norden von Peru.

Beim Annähern sehen wir zuerst einen ersten Komplex mit Felsmalereien, beeindruckend. Direkt an den Hang und in den Hang gebaut, fallen einem die Häuser erst auf, wenn man schon ganz nahe ist. Man könnte fast hineingehen. Das machen wir aber nicht ! Schliesslich sind es Gräber, aber es ist doch faszinierend.

Etwas unterhalb ist ein Rastplatz, von wo aus man auch den zweiten Komplex hervorragend sehen kann. Es ist dieser, der man auf allen Fotos von Revash sehen kann, dunkler, mehr rote Farbe, eher einem Häuserkomplex ähnlich.

Weg nach Revash

 

 

Die Mausoleen

Die Höhe und Form der Häuser ist unterschiedlich, aber die Häuser sind immer an die Gesteinsmauer und die natürliche Grotte, in der sie sich befinden, angepasst. Deswegen haben sie entweder ein oder zwei Stockwerke sowie ausschliessliche Nebeneingänge. Manchmal haben die Mausoleen eine gemeinsame Mauer.

Die Häuser sind nur etwas über einen Meter hoch. Das ist hoch genug, um die Mumien in Sitzposition abzulegen. Die Häuser sind fast intakt, aber leider wurden die Mumien, die sich darin befanden entweder von Grabräubern gestohlen oder von Nagetieren gefressen.

Die Fassade richtet sich gegen Süden, obwohl sich die Totengebäude der Chachapoyas traditionsmässig eher Richtung Osten richten.

 

Felsmalereien und Funde

Die Häuser wurden aus einer Mischung aus Stein und Ton gebaut. Die Dächer sind nur symbolisch, denn die Häuser sind durch den Felsvorhang geschützt. Sie sind rot angestrichen und von aussen mit Felsmalereien, ebenfalls in rot, dekoriert. Diese Farbe wurde aus den Körnern der Roucou-Frucht hergestellt.

Die Malereien stellen konzentrische Kreise dar sowie Lamas. Es gibt auch Motive, die ein Kreuz im Flachrelief darstellen, besser bekannt unter dem Namen “Cruz Andina“, das Anden-Kreuz oder noch “Chackana”. Man sieht auch den Buchstaben “T” und Rechtecke, deren Bedeutung immer noch ein Rätsel sind. Einige Forscher haben versucht, diese Zeichnungen auf den Mausoleen und den umliegenden Felsmauern zu identifizieren. Die konzentrischen Kreise sollen demnach Lebens-Symbole sein, die die Toten begleiten. Die Chakanas werden mit Macht und Krieg verbunden : sie sind demnach die Verbindung zum Tod.

Verschiedene Gegenstände wurden im Inneren der Mausoleen gefunden. Aufgrund dessen wird darauf geschlossen, dass die Mausoleen die Kollektiv-Häuser von prestigeträchtigen und mächtigen Toten waren. Die französischen Archäologen Henry und Paul Reichlein schätzen die Bauzeit dieses Totendorfes auf das 14. Jahrhundert. 

Zwei Seiten von Revash

Praktische Informationen

Wie kommt man nach Revash ?

Von Chachapoyas aus benötigt man ungefähr eine Stunde und 30 Minuten bis nach San Bartolo, in der Provinz von Luya. Von San Bartolo aus wandert man auf einem Steinweg ca. 1,5 km bis zu den Mausoleen von Revash.

Wenn Sie mit dem eigenen Auto unterwegs sind, können Sie auch 45 Minuten vor San Bartolo anhalten. Von dort aus machen Sie einen Trek von 4,5 km bis zu den Mausoleen.

 

Eintritt

Die Eintrittskarten kaufen sich direkt am Tourismus-Verein, dessen Büro sich auf dem Plaza von Revash befindet : 10 soles für Erwachsene, 3 soles für Kinder.

Sie können auch einen lokalen Führer nehmen für 40 soles.

 

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