Reisebericht #7: Sarkophage von Karajia und Grotte von Quiocta

Reisebericht #7: Sarkophage von Karajia und Grotte von Quiocta

Heute beginnen wir eine neue Entdeckungsreise in Nord-Peru. Wir treffen Philippe, Mitgründer von Phima Voyages, damit er uns zu den bekannten Sarkophage von Karajia führt.

Die Sarkophage von Karajia

Diese Sarkophagen, sowie Kuelap und die Wasserfälle von Gocta sind die Hauptattraktionen der Region Amazonas. Tatsächlich wird Nord-Peru derzeit von den Reisenden als Zusatzziel, als Erweiterung zu einer Reise im Süden betrachtet. Deshalb verbringen die meisten Besucher normalerweise 3 bis 4 Tage hier, da der Süden und der bekannte Machu Picchu immer noch die Priorität bei einer ersten Reise in Peru bleibt.

Der Blog-Teil von Phima Voyages ist eine wahre Goldmine an Informationen und Orten, die es im Norden von Peru zu besichtigen gibt. Um keinen Artikel zu verpassen und um unseren gratis Reise-Führer über die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden von Peru zu bekommen, bitte einfach hier klicken. 

Wie Sie es bereits in früheren Artikel lesen konnten, gibt es viele andere Dinge zu sehen und 14 Tage sind nicht zu viel, um alles zu entdecken!

Für die Strecke zwischen Gocta und dem kleinen Dorf Cruz Pata, der Startpunkt unserer Fahrt, brauchen wir 1,5 Stunden mit dem Auto.  Wir bezahlen den Eintritt, registrieren uns als Besucher und schon geht es los: Bergab zu Fuß, 20 Minuten durch die peruanischen Felder. Um die Ecke können wir dann die Sarkophage erblicken.

Sarkophage von Karajia

Die Sarkophage von Karajia

Wie auch die Mausoleen von Revash befinden sich die Sarkophage von Karajia etwa 10 m über dem Weg in Nischen im Fels. Diese Position hat es auch ermöglicht, dass sie nicht geplündert wurden.

Sarkophage von Karajia

Die Sarkophage von Karajia stellen menschliche Körper dar und sind circa 2,5 Meter hoch. Es gibt insgesamt 6 davon. Die Armaturen sind aus Holz und mit Schlamm und Stroh bedeckt, um ihnen diese einzigartige Form zu verleihen. Die Köpfe bilden Totenmasken ab und die Körper sind in rot und weiß mit verschiedenen geometrischen Motiven bemalt. Zwei der Köpfe sind mit einem Schädel geschmückt, was den Archäologen zeigt, dass diese womöglich herausragende Krieger waren. Im Inneren der Sarkophage kann nur eine Mumie in Fötushaltung Platz finden. Gemäß der Chachapoyas-Kultur konnten nur die höchsten Würdenträger dieses Privileg erlangen.

Auf demselben Fels gibt es auch kleinere Sarkophagen, die etwas weniger ausgearbeitet sind und die wahrscheinlich als Grabstätten für weniger wichtige Würdenträger gedient haben. Das folgende Video zeigt Ihnen deren Position.

Nachdem wir die Sarkophage von Karajia einen Moment betrachtet haben, machen wir uns auf den Rückweg. Dafür werden wir etwas länger brauchen (circa 30 Minuten), da wir nun den Hinweg, der bergab ging, in der knallen Sonne bergauf zurück laufen. Das erweist sich als etwas härter.

Die Grotte von Quiocta

Wir nehmen erneut das Auto für eine Stunde, um die Stadt Lamud zu erreichen, wo wir die Nacht im Hotel Tambo Sapalanchan verbringen werden. Dieses Hotel, sowie die Estancia Chillo und das Gocta Lodge sind unsere 3 Geheimtipps was Unterkünfte angeht.

Wir legen nur kurz unser Gepäck ab und gehen direkt weiter zum zweiten Besuch des Tages: Die Grotte von Quiocta. Um die Grotte zu betreten, braucht man unbedingt Gummistiefel und eine Lampe. Wir halten also im Büro des Vereins, der die Grotte verwaltet, an und holen unser Material und unseren Reiseführer, da es verboten ist, die Grotte alleine zu betreten.

Landschaft in Luya Nord-Peru

Am Eingang der Grotte von Quiocta

Nach einer halben Stunde Fahrt und 5 Minuten Fußmarsch erreichen wir den Eingang der Grotte. Als wir endlich in der Grotte sind, verstehen wir auch das Bedürfnis eine Lampe zu haben. Die Grotte ist überhaupt nicht hergerichtet. Das einzige Licht kommt von unseren Lampen.

Vergesst Eure Gummistiefel nicht !

Ich gebe zu, dass ich etwas beunruhigt bin, da wir nicht weiter als unsere eigenen Füße sehen und diese wiederum sinken wortwörtlich in den Schlamm ein (daher auch die Gummistiefel). Wir verstehen auch sehr schnell, dass es für die Sicherheit unserer Kameras besser ist, diese in den Rucksack zu verstauen (wobei wir eine Abdeckung verloren haben, die jetzt wahrscheinlich ihr Leben im Schlamm versteinert beenden wird!).

Während wir ins Innere der Grotte vordringen, zeigt uns unser Reiseführer diverse Eigenarten, wie Knochen und Schädel, aber am beeindruckendsten sind die zahlreichen Stalagtiten und Stalagmiten in der Grotte. Sie ist riesig und wirklich wunderschön! Schließlich ist die Tatsache, dass die Grotte keine Beleuchtung hat, gar nicht so schlecht, da während der Entdeckungstour einige Überraschungseffekte und eine etwas mystische Atmosphäre entstehen.

Eintritt der Grotte von Quiocta

Nach einer Stunde Besichtigung kehren wir aus der Grotte zurück und stellen fest, dass wir bis zu den Knien vollkommen mit Schlamm bedeckt sind.

Hotel Tambo Sapalanchan

Zurück im Tambo Sapalanchan nehmen wir erst einmal eine dringend benötigte Dusche und treffen uns danach mit den Besitzern, die bereits auf uns warten für das Abendessen.

Nora und Paul sind beide aus Lima, haben sich in Region Amazonas verliebt und vor 3 Jahren entschieden, dort ein Hotel zu eröffnen. Es ist kein klassisches Hotel in diesem Sinne, da die zehn Zimmer in kleinen individuellen Häusern verteilt sind.

Zimmer im Tambo Sapalanchan

Jedes Haus hat ein riesiges Zimmer mit einer super dicken Matratze (wenn wir dieselbe zu Hause haben könnten, wäre das großartig!), ein Ankleidezimmer und eine sehr große Dusche. Nora hat an alles gedacht: Ein komplettes Bade-Set sogar mit einer Haarkur, großer Luxus!

Hotel Tambo Sapalanchan

Ein Spitzen-Restaurant

Paul hat uns früher an diesem Tag mitgeteilt, dass er Koch ist. Das hat uns natürlich den Appetit für das kommende Essen angeregt. Und wir werden nicht enttäuscht sein, da er erfahren hatte, dass ich Nudeln liebe und er uns deshalb eine Freude gemacht hat und hausgemachte Nudeln vorbereitet hat.

Abendmenü: Hausgemachte Fettucini mit Pekan-Sauce für den einen und Alfredo-Sauce für den anderen + ein riesiges Stück Karottenkuchen. Ja, Nora macht ebenfalls köstliche Kuchen, die Sie auch in Chachapoyas verkauft.

Es ist unnötig Ihnen zu sagen, dass danach unser Bett natürlich nach uns gerufen hat!

Zimmer im Tambo Sapalanchan

Am nächsten Morgen bekommen wir ein überaus deftiges Frühstück mit einer Überraschung für den Herrn, der einen Artischocken-Tee trinken durfte. Das passiert, wenn man alles probieren möchte und das Etikett auf dem Teebeutel nicht liest… Anscheinend trinken Peruaner oft diesen Tee zum Frühstück, da er medizinische Vorteile hat, aber er ist wirklich sehr bitter und überhaupt nicht nach seinem Geschmack!

Kochkurs im Tambo Sapalanchan

Danach treffen wir Nora und Paul in der Höhle des Chefs: Die Küche. Paul hat sich entschlossen, sein Können zu teilen und bietet seinen Gästen Kochkurse an. Dank Phima Voyages haben wir die Chance daran teilzunehmen. Wir ziehen unsere Schürzen und Hüte über (es ist moderner als eine Charlotte!). Los geht es für 1,5 Stunden Vorbereitung.

Mit Pauls Hilfe bereiten wir folgendes Menü vor:

  • für die Vorspeise einen Quinoa-Salat
  • als Hauptgericht einen Lomo saltado (typisches Gericht in Peru auf Basis von Rind)
  • und ein Dessert mit konzentrierter Milch und Zitrone

Wir werden die Rezepte selbstverständlich mit nach Hause nehmen (mit Hilfe von Philippe und Martina auf Französisch übersetzt), um diese zu Hause nach zu kochen.

Kochkurs mit Paul und Nora

Nun ist es Zeit für die Verkostung und man muss zugeben, es ist köstlich! Außerdem habe ich am Ende des Essens, da an diesem Tag mein Geburtstag war, eine kleine Überraschung bekommen. Einen riesigen Schokoladenkuchen nur für mich und dazu ein “Herzlichen Glückwunsch” in Spanisch gesungen. Das hat mich sehr berührt, Nora und Paul sind wirklich entzückend.

Leider ist es schon das Ende unseres Aufenthaltes in Lamud und wir müssen nach Chachapoyas für neue Abenteuer zurückkehren.

Praktische Infos

Die Sarkophage von Karajia: 1,5 Stunden mit dem Auto von Chachapoyas aus, Eintritt 5 Soles (1,6 $), 20 bis 30 Minuten Fußmarsch

Grotte von Quiocta: Start in Lamud oder mit Paul im Hotel Tambo Sapalanchan reden und einen Termin ausmachen

Hotel Tambo Sapalanchan Entdecken Sie das Hotel

Unsere Reise in Peru: Siehe auch

Reisebericht #1: Praktische Ratschläge und Ankunft in Lima

Reisebericht #2:: Chachapoyas und der Canyon von Sonche

Reisebericht #3: Die Hochburg von Kuelap

Reisebericht #4: Estancia Chillo und Reservat von Milpuj

Reisebericht #5: Mausoleen von Revash und Museum von Leymebamba

Reisebericht #6: Wasserfall von Gocta

Wenn auch Sie Peru etwas außergewöhnlicher entdecken möchten, zögern Sie nicht Vanessa oder Martina zu kontaktieren. Sie werden sich sehr darüber freuen, Ihnen eine maßgeschneiderte Reise zu organisieren.

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des Originalartikels, der auf französisch auf dem Blog Voyage Pérou von Vanessa erschienen ist.

Reisebericht #7: Sarkophage von Karajia und Grotte von Quiocta
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