Pyramiden von Tucume

Und das dazugehörige Museum

Ausgrabungsstätte der Pyramiden von Tucume

Die Pyramiden von Tucume befinden sich in der Region Lambayeque, à 40 km, ungefähr 30 Autominuten von Chiclayo, der Regionalhauptstadt entfernt, an der Küste im Norden von Peru. Die Landschaft in dieser Region ist trocken und sandig, unterbrochen von grünen Landwirtschafts-Oasen, wo hauptsächlich Reis angebaut wird.

Pyramide de Tucume, Nord Peru

Der beeindruckende archäologische Komplex erstreckt sich auf 220 ha Fläche, auf der man 26 Pyramiden gefunden hat. Aufgrund dessen glauben die Archäologen, dass es auf diesem Gebiet zur gleichen Zeit mehrere Herrscher gab.

Die grösste Pyramide war 700 m lang, 270 m breit und 30 m hoch !

Ein bisschen Geschichte über die Pyramiden von Tucume

Man muss sich im klaren darüber sein, dass in Peru, und besonders im Norden von Peru, die Völker wesentlich älter sind, als die Kultur Inka. Die Kultur der Lambayeque (zwischene 700 und 1 400) hat als Ursprung die Kultur Moche (zwischen 100 und 700). Sie hat sehr viel von den Kunsthandwerkern in Metall und Keramik, aber auch den Webern dieser Kultur übernommen. Sie waren herausragende Architekten und Erbauer und haben die Pyramiden von Tucume ab dem Jahre 1 000 gebaut. Da die Region um Tucume herum Wüste ist, hat die Lambayeque-Kultur auch lange Kanäle gebaut, um Wasser aus entlegenen Flüssen heranzuschaffen.

Die abgeschnittenen Pyramiden waren feinst dekoriert, ein Beweis der Feinfertigkeit der damaligen Arbeiter. Die Frisen repräsentieren ihre Götter und Szenen im Bezug auf das Meer. Spuren von gelber und grüner Farbe zeigen die Ausmasse des damaligen Wissens.

Ein weiteres, hoch interessantes Detail ist die Tatsache, dass die Pyramiden den umliegenden Bergen nachgebaut worden sind.

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Das Museum von Tucume

Das Museum (eröffnet seit 1993) wurde erbaut, um die Geschichte der Lambayeque Kultur an Hand der 26 abgeschnittenen Pyramiden zu erklären. Die Pyramiden von Tucume stammen aus der Zeit der Lambayeque Kultur zwischen 1 000 und 1 400. Die Kultur Lambayeque hat sich dann in die Chimu-Kultur verwandelt (wie die aus Erdziegeln erbaute Stadt von Chan Chan).

Heute erstreckt sich das Museum von Tucume über vier Säle. Es erklärt auf sehr anschauliche Weise die Kultur Lambayeque, ihre religiösen Traditionen, Beerdigungsglauben und Bräuche, sowie die Lebensbedingungen der damaligen Einwohner. Die Lambayeque glaubten an ein Leben nach dem Tod, ein irdisches Leben sowie ein Leben im Himmel, was sehr gut in Zeichnungen und auf Keramik oder Stoffen erklärt wurde.

Man kann ebenso ein gut gemachtes Video mit einer Rekonstituierung des Lebens der damaligen Einwohner anschauen. All dies hilft uns sehr, die heutigen Einwohner der Region Lambayeque zu verstehen.

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